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Infos aus unserem Wasser-Blog

Nitrat in Trinkwasser, Boden und Lebensmitteln

Fakten > Umwelt

Nitrat im Boden



Chemisch ist Nitrat eine Verbindung aus Sauerstoff und Stickstoff (NO3). Es kommt als negativ geladenes Molekül (Anion) vor und entsteht zum Beispiel beim Zerfall der Salze der Salpetersäure (HNO3). Nitrat ist eine wichtige Substanz, die von Pflanzen zum Aufbau von Eiweiß genutzt wird. Einige Pflanzen akkumulieren das Nitrat sehr gut und enthalten deshalb überdurchschnittlich viel davon (zB. Spinat, Rettich Salat).

Nitrat im Boden und Grundwasser

Das Nitrat im Boden kommt aus dem Luftstickstoff, der von den Pflanzen und Mikroorganismen umgewandelt wird. Irgendwann wird das Nitrat wieder abgebaut und gelangt als Stickstoff wieder in die Atmosphäre zurück. Diesen Vorgang nennt man Denitrifikation. Die Bindung des Luftstickstoffs und Umwandlung in pflanzenverfügbare Substanzen wie zB Nitrat oder Ammonium und die anschließende Denitrifikation nennt man "Stickstoffkreislauf". Er ist ein natürlicher Prozess. Stickstoff gelangt in erheblichen Mengen zusätzlich durch antropogene Einwirkung (vom Menschen verursacht) in den Boden. Hauptsächliche Ursache sind die Überdüngung und die bei Massentierhaltungen anfallende Gülle. Aber auch Emissionen von Stickoxid (NOx)aus Industrie- und Autoabgasen tragen zur Anreicherung von Stickstoff im Boden bei, der dann unter anderem in Nitrat umgewandelt wird. Regen wäscht das Nitrat aus dem Boden aus und so gelangt es ins Grundwasser. Je nach Rückhaltevermögen des Bodens können im Grundwasser Nitratgehalte zwischen 10 bis 25 mg/l vorkommen. Dies kann natürlich oder antropogen (durch Menschen) verursacht sein.

Nitrat in der Nahrung

Wie bei allem gilt auch hier der Grundsatz: Die Menge ist entscheidend! Ein Zuviel ist meistens ungesund. Die meiste Menge an Nitrat wird durch Gemüse aufgenommen. Nur ein relativ geringer Anteil gelangt über das Trinkwasser in unseren Körper.
   Pflanzen mit meistens hohen Nitratanteilen ( über 1.000 mg ) sind:

    • Rettich
    • Portulak
    • Endiviensalat
    • Sellerie
    • Rote Bete
    • Feldsalat
    • Kohlrabi
    • Kopfsalat
    • Radieschen
    • Kresse
    • Mangold

Im Winter sind die Nitratwerte meistens höher als im Sommer!
Die gesetzlich festgelegten Nitrat-Grenzwerte für Gemüse liegen zwischen 2000 mg/kg bis 3.000 mg/kg bei Feldsalat im Winter auch bis 3.500 mg/kg bzw. 4.500 mg/kg bei Gewächshausprodukten.

Greenpeace stellte bei einer Untersuchung von Salaten bei einer Probe (Rucola) über 7.000 mg/kg Nitrat fest Quelle: "Einkaufsnetz" Greenpeace 12/2004 im Internet

Laut Trinkwasserverordnung dürfen im Trinkwasser maximal 50 mg/l = 50 mg/kg vorkommen.
Damit ist bei vergleichbarer Menge die zulässige Nitrat-Belastung von einigen Gemüsen um den Faktor 40 bis 90 höher als beim Trinkwasser.

Nitrat-Umwandlung in Nitrit und die Gesundheit

Nitrat ist an sich nur gering toxisch, es sei denn man löffelt es grammweise in Mengen von über 7 - 14 Gramm. Das kommt aber in der Praxis kaum vor. Man müßte vielleicht über 2 kg eines hoch belasteten Salates essen oder, was unmöglich ist, mehr als 140 Liter Wasser mit 50 mg/L NO3 auf einmal trinken. Nitrat kann allerdings in das gefährliche Nitrit (NO2) umgewandelt werden. Das kann durch Mikroorganismern bereits außerhalb des Körpers oder innerhalb stattfinden. Auch gepökelte Fleisch- und Wurstwaren liefern hohe Nitritanteile. Bei neu verlegten verzinkten Wasserrohren kann der Zink das Nitrat zu Nitrit reduzieren und damit auch zur Bildung von Nitrit beitragen. Nachdem sich eine schützende Kalkschicht aufgebaut hat, findet diese Reaktion nicht mehr bzw. in unerheblichem Maße statt. Abhilfe ist hier, das Wasser erst eine zeitlang ablaufen zu lassen. Sie können damit bedenkenlos Blumen gießen. Enthärtungsanlagen verhindern oft die Bildung einer schützenden Kalkschicht.

Warum ist Nitrit so gefährlich?

1.) Es bildet mit Aminen oft sogenannte Nitrosamine, die krebserregend sein können.
   Amine entstehen zum Beispiel aus Aminosäuren (der typische Fischgeruch eines toten Fisches entsteht durch flüchtige Amine)

Säuglinge sind besonders gefährdet.

2.) Nitrit blockiert den Sauerstofftransport durch das Hämoglobin im Blut. Davon sind besonders Säuglinge bis zum sechsten Monat betroffen. Die sogenannte Blausucht bei Säuglingen kann so entstehen und im Extremfall zur inneren Erstickung des Säuglings führen. Bis zu zum Alter von ca 6 Monaten besitzen die Säuglinge noch das fetale Hämoglobin, das sehr leicht durch Nitrit zu Methämoglobin oxidiert wird und damit keinen Sauerstoff transportieren kann. Säuglingen fehlt außerdem noch ein bestimmtes Enzym, das die Bildung von Methämoglobin wieder umkehrt. Da Säuglinge noch wenig Magensäure produzieren, fehlt ihnen außerdem eine wirksame Barriere gegen Bakterien, die in den Dünndarm eindringen und dort Nitrat in Nitrit umwandeln können.

Da Nitrat in einigen Lebensmitteln in relativ hohen Mengen vorkommt, wurden spezielle Empfehlungen für Säuglingsnahrung aufgestellt. Trinkwasser das für Säuglingsnahrung empfohlen wird, darf nicht mehr als 10 mg/l NO3 enthalten.

In der Regel liegt im Tafelwasser die Konzentration unter dieser Grenze, wenn mit Aktivkohlefiltern vorfiltriert wird. Auch das unfiltrierte Wasser hat meistens Nitratwerte, die deutlich unter 50 mg/l liegen. Fragen Sie bei Ihrem Wasserwerk nach. Im Internet werden diese Werte von den regionalen Wasserwerken in der Regel veröffentlicht.


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